REPORT BEST OF ...
Magazin für Kunst und Zivilgesellschaft
in Zentral- und Osteuropa


Herausgeber: Kontakt. The Arts and
Civil Society Program of Erste Group
Art Direktion: Collettiva Design
Redaktion: Manuela Hötzl, Antje Mayer

Als 2004, vor fünf Jahren, die erste Ausgabe des Magazins „Report“ erschien, waren Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern gerade der Europäischen Union beigetreten. Damit rückte Österreich, zumindest geografisch, vom Rand ins Zentrum des „Neuen Europa“ und mitten hinein in einen spannenden soziokulturellen Findungs- und Selbstfindungsprozess, den wir mit dem „Report“ begleiten und dokumentieren wollten.
Obwohl der Fall der Berliner Mauer damals bereits eineinhalb Jahrzehnte zurücklag, waren die Nachrichten aus den ehemaligen Oststaaten in den offiziellen Medien des Westens spärlich. Nicht selten wurde der Transformationsprozess in den Beitrittsländern von westlichen Politik- und Kulturwissenschaftlern dazu herangezogen, erhobenen Zeigefingers das eigene System als Mass aller Dinge zu propagieren.
Kaum einer von ihnen sah die EU-Erweiterung als Chance und Anlass für eine kritische Selbstreflexion. Ein differenzierter kultureller Dialog zwischen West und Ost existierte – zumindest auf medialer Ebene – kaum. Der oft zitierte Begriff der „kulturellen europäischen Vielfalt“ fand in den Medien keinen Widerhall. Dem wollten wir mit dem „Report“ etwas entgegensetzen, indem wir den Menschen, Meinungen, Themen und Problemen in den neuen Demokratien eine Plattform boten.
Unsere Redaktion hat in den zurückliegenden fünf Jahren viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt, die uns neue und alte Geschichten erzählten, uns mit ihren kontroversen Meinungen konfrontierten und Themen aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchteten. Dafür hat die Redaktion von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel positives Feedback bekommen. Mit einem Satz: Unsere Initiative fiel auf fruchtbaren Boden.

Der vorliegende „Report“ bietet eine Auswahl der interessantesten Interviews, Statements und Artikel der vergangenen Jahre. Es kann nicht mehr als ein Überblick sein, der dazu einlädt, die spannenden Entwicklungen und Veränderungen in diesem Neuen Europa noch einmal zu rekapitulieren.
Dies ist der Ort, jenen zu danken, die unsere Arbeit unterstützt und begleitet haben: Boris Marte und Christine Böhler, die den „Report“ mit uns entwickelt haben, Heide Wihrheim für ihren Input, ihre Ausdauer und ihre Adleraugen beim Endlektorat, Susanne Schaller für ihre Engelsgeduld und ihre grosse Unterstützung in jeder Situation. Wir danken für die Rund-um-die-Uhr-Lektorate von Elisabeth Schöberl und unserem zu Spät- und Sonderschichten bereiten Englischübersetzer Roderick O’Donovan. Wir danken Maurizio Poletto, Thomas Kloyber und Jutta Mistelbacher von Collettiva Design für die überaus chic gestalteten Ausgaben. Wir danken den Autoren Sebastian Fasthuber in Wien und Eduard Steiner in Moskau, die regelmässig für uns geschrieben haben.

Wir danken allen, die uns immer in unserem Glauben bestärkt haben, dass wir den richtigen Weg
beschreiten. "Kontakt. Das Programm für Kunst und Zivilgesellschaft der Erste Bank“ wird auch in den nächsten
Jahren die Entwicklung von kulturellen und zivilgesellschaftlichen Prozessen in Österreich und der osteuropäischen Region unterstützen, künftig unter der engagierten Leitung von Ruth Goubran, die mit uns diese Spezialausgabe realisiert hat.

Herzlich
Manuela Hötzl und Antje Mayer
Chefredakteurinnen

updated on 01 // 2016