20 x 3, Volume 1
20 x 3  Projects
by Austrian Architects


Herausgeber: Verein
architektur - in progress
Volker Dienst
Triton Verlag, 2001



05 QUERKRAFT ARCHITEKTEN
Die Kraft der Querdenker.
Grenzen bieten Möglichkeiten. Bedingungen erzeugen Kreativität. So zumindest bei querkraft. Als 1999 zu Dunkl/Erhartt noch Sapp/Zinner stießen, wurde der Name zu lang und querkraft geboren. Mittlerweile sind sie fixer Bestandteil der jungen Wiener Architekturszene und bekannt für ihren persönlichen Einsatz nach innovativen Lösungen. Voraussetzung dafür ist, dass Gestaltung nicht am Bauzaun aufhört und Architektur auch gesellschaftliche Verantwortung bedeutet. Ihre Handschrift ist nicht in der Form, sondern im Konzept zu suchen. Die Ausstellung in Boston letztes Jahr mit vier anderen jungen Wiener Büros hat diesen Einsatz verdeutlicht.

07 GERNER°GERNER PLUS ARCHITEKTEN
Eins plus eins ... ergibt das Andere
Lust am Detail und Experiment als Ganzes. gerner°gerner plus zeichnen sich vorallem dadurch aus, dass sie ihre Inspiration und Kreativität vom Entwurf bis zum Bauen erhalten und umsetzen können. In diesem Prozess werden so viele Aspekte wie möglich und so viele Personen wie notwendig mit einbezogen. Seit 1996 als Gerner und Gerner, seit 2000 als "die Interpretation der Addition": gerner°gerner plus. Zusammenarbeit mit Fachleuten aus allen Bereichen, sich Diskussionen zu stellen und den Prozess in jeder Stufe zu hinterfragen, macht die Arbeit von gerner°gerner plus aus. Planung bedeutet, den Gedanken in jedem Millimeter wiederzufinden und zu überprüfen. Es geht um Proportion, und es geht um Material. Die Ästhetik des Ergebnisses wird nie von der Entwicklung getrennt, und eine auffallend große Gelassenheit gegenüber dem Bauen an sich ist zu bemerken, die sich aber vor allem durch pragmatische, technische und schnelle Umsetzung zeigt. gerner°gerner plus liegen dem Trend einer neuen Architekturgeneration einen Schritt voraus, weil sie sich von Anfang an auf nichts beschränken, und schon garnicht auf sich selbst. Die Schwerpunkte: Inspiration aus den Bildern von Kandinsky oder El Lissitzky im Entwurfprozess. Eine Planung in Zusammenatbeit mit Fachleuten, um technische Möglichkeiten und Materialien schon im Vorfeld festzulegen. Eine Koordination, die Bauzeiten auf ein Minimum reduziert. der Bezug zu Bauherr und Nutzer bleibt an erster Stelle, denn sie sind sich der Dienstleistung der Architektur wohl bewusst. "Ästhetik kann man vermitteln, und das sollte in weiterer Folge zur Gewohnheit werden",meint Andreas Gerner. Denn Architektur bedeutet auch Überzeugungsarbeit und Kommunikation auf allen Ebenen. Architektur wird nicht vorgesetzt. Das tragen gerner°gerner plus in der Vermittlung hinaus aus dem Planungsbüro.

09 RATAPLAN ARCHITEKTEN
Einer für alle, alle für einen! Wenn Architektur mit dem Leben und Beruf mit Berufung zu tun hat, und wenn Gemeinschaft als Gemeinschaft zu verstehen ist, ist RATAPLAN das beste Beispiel dafür. Rudi Fritz, Susanne Höhndorf, Gerhard Huber, Martina Schöberl und Friedel Winkler sind RATAPLAN, und nicht weniger. Das mag ein wenig idealistisch klingen, kommt aber der Einstellung der fünf Architekten am nächsten. Seit 1993 haben sie sich leise und mit Konsequenz in der Wiener Architekturszene etabliert und sich gleichzeitig eine Lebensform rund ums Architekturmachen geschaffen.


updated on 01 // 2016